Neue Schulroutine

von Claudia Völkening

Corona bringt einen neuen Anfang

Blick in meine Erfahrungen

Neue PerspektiveDas
Begabungsblick Online

Das Schulleben hat sich verändert.

Meine persönlichen Ängste und Sorgen waren groß. Die vierten Klassen sollen wieder zur Schule kommen? Das System war sinnvoll, halbe Klasse und jeden zweiten Tag Schulbesuch. Inzwischen sind die dritten Klassen angekommen und in der nächsten Woche erwarten wir die zweiten Klassen. Herzlich willkommen. Das Team freut sich auf euch.

Was sich aus meiner Perspektive positiv auswirkt. Jedes Kind:

  • hat seinen eigenen Tisch
  • kann sich ausbreiten
  • kann sich öfter beteidigen
  • kann mehr Fragen stellen
  • fühlt sich mehr angesprochen

In der gesamten Schule stehen alle Türen offen und es ist ruhig.  Die Unterrichte sind sehr viel leiser. Die Kolleginnen berichten, dass die Kinder entspannter und aufmerksamer sind.

In den Pausen bleiben die (halben) Klassen auf dem Schulhof in ihrem zugewiesenen Areal unter sich. Auch hier, hätte ich mit Problemen gerechnet und sehe eine sehr positive Entwicklung. Die Kinder:

  • spielen als gesamte Gruppe miteinander
  • Verstecken und Freischlagen
  • Rope Skipping kommt in Mode
  • kein Streit mehr
  • kein Ausschluss, sondern mehr Gemeinschaft ohne Gruppenzwang
  • gemeinsam wird geklettert und in gemischter Gruppe geklönt

Ängste?

Sicherheit gewinnen
Sicherheit gewinnen

Einige Kinder sind unsicher. Ja.

Immer wieder müssen wir die Kinder erinnern, dass der Abstand wichtig ist. Ich hatte viele gute Gespräche mit den Kindern. Warum erinnern wir? Wir möchten einander schützen, wir möchten unsere Eltern und Großeltern schützen, oder auch Menschen die wir nicht kennen.

Irgendwie gibt es viel Verständnis. Viel Offenheit und Fragen. Die Pausenaufsicht gibt mir die Chance für gute Gespräche.

Im Schulgebäude sollen alle Kinder und Pädagogen auf der rechten Seite gehen, unser Hausmeister hat Klebestreifen angebracht und allen den rechten Weg erleichtern. Wir weisen immer wieder darauf hin. Die Kinder entwickeln neue Routinen, die sie schützen.

Gedanken

Irgendwie ist weniger Stress. Mehr Ruhe. Für die Kinder, für die Kolleginnen.

Ja, wir vermissen so vieles. Die zweite Hälfte der Klasse, die Abschlussfeiern, die Klassenfeste, die Zusammenkunft in der Aula.

Aber ich genieße die streitfreien Pausen, ich freue mich über Pausen mit Spiel und Spaß.

Wir alle üben neue Routinen ein:

  • Abstand
  • sorgfältig Hände waschen
  • Masken tragen, in wichtigen Situationen

Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber hier werden wir jede Woche besser. Der Optimismus siegt. Menschen können sich eben doch extrem gut anpassen.

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