Hochbegabung testen

Zusammenhänge rund um das Thema: Hochbegabung testen

IQ-Test Einflüsse auf das Testergebnis: Test, Ablauf, Person, Zeit

✅ Vormittags IQ Test
✅ Nachmittags Beratung der Eltern
✅ Bericht und Eltern-Lehrergespräch inklusive

Hochbegabung testen ist nicht so einfach, wie viele Eltern und Experten es sich wünschen. Neben der Testauswahl gibt es weitere Faktoren.

Einige wichtige Punkte habe ich herausgesucht, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit. Aber vielleicht wird es danach verständlicher, warum der IQ unterschiedlich ausfallen kann.

Falls dich eher interessiert, ob du einen IQ-Test für dein vielleicht hochbegabtes Kind brauchst, dann lies hier weiter

Hochbegabung testen - braucht passende Tests

Hochbegabung testen bedeutet auch die richtige Testauswahl treffen

Welchen Schwerpunt an Expertise hat dein Experte bzw. deine Expertin?

Vermutlich ist er/sie genau in dem Thema gut, aber unter Umständen nicht in allen Themen der Psychologie. Informiere dich, damit ihr später vertrauensvoll zusammen arbeiten könnt.

Auswahl der IQ-Tests

Viele Jahre Beratung hat gezeigt, dass viele psychologische Praxen über einen IQ-Test je Altersklasse verfügen. Diesen Test setzen sie für alle Fragestellungen rund um das Thema Intelligenz ein. Üblicherweise werden Tests mit breiter Altersspanne und/oder leichter Anwendung gekauft. 

Das ist ökonomisch für Praxen die sich auf diverse Störungen für Kinder und Jugendliche oder Erwachsene spezialisiert haben. In der Regel werden für vermutete Störungsbilder weitere Tests zum Einsatz kommen. 

Hochbegabung ist keine Störung und deshalb keine Kassenleistung. Üblicherweise sind viele Psychologen auf Störungen spezialisiert. 

Welcher IQ-Test wird benutzt?

Die Intelligenztests sind eine echte Investition und die Praxen wählen häufig kritisch einen Test pro Altersklasse aus. Wer sich auf Diagnostik spezialisiert hat, besitzt häufig mehr zur Auswahl und verfügt über mehr Testerfahrung.

Es ist wichtig, dass bei einer vermuteten Hochbegabung Tests genutzt werden, die nach oben gut differenzieren. Keinesfalls sollten Tests gewählt werden, in denen Deckeneffekte bekannt sind. (Möglicherweise kommt es dort vor, wo das Testendalter in zwei oder drei Jahren erreicht ist.) In diesem Fall kann die Begabung nicht differenziert im oberen Bereich betrachtet werden.

Leider wird immer wieder übersehen, dass die Intelligenztests ablaufen und neue angeschafft werden müssten. Die Kompetenzen eines Kindes von vor 15 Jahren und heute sind nicht vergleichbar. Auch können einige Aufgaben zu Schwierigkeiten führen, weil zum Beispiel Symbole nicht mehr erkannt werden. 

Ist nur ein Test pro Altersklasse vorhanden, kann weniger gut nach der Fragestellung ausgewählt werden. Vorlieben eines visuellen Begabungszuganges kann unentdeckt bleiben. Außerdem spricht unterschiedliches Material nicht jedes Kind oder Erwachsenen gleich gut an. Beispiel: bei großer Angst vor Hunden eignet sich der KABC II weniger gut, oder Erwachsene mit Mathephobie sollten keine Aufgaben rechnen müssen.

Idealerweise werden zwei verschiedene Tests durchgeführt. Auf der Seite der KARG Stiftung sind viele aktuelle Tests mit ihren Stärken und Schwächen aufgelistet. In der Praxis ist dann zu entscheiden, welche Tests die Fragestellung der Eltern gut beantworten können. (Dafür muss es mehr als einen Test in der Praxis geben…) 

Generell sind zugelassene Tests wissenschaftlich abgesichert, beantworten nur unterschiedliche Fragen. 

Ab welchem Alter kann ein IQ-Test stattfinden?

Diagnostik kann ab einem Alter von 2;6 Jahren stattfinden. Vorher sollte klar sein, welche Frage beantwortet werden soll. 

Kurz: „Wenn damit eine Frage beantwortet werden muss.“ 

Ergänzung: „Die nicht anders beantwortet werden kann, oder es mehr Sicherheit braucht.“

Okay, welche Zeitpunkte treten häufig auf?

  • In Zusammenhang mit rechtzeitiger Einschulung bzw. frühe Einschulung
  • Klassensprünge

Gerade im schulischen Bereich ist die Diagnostik sinnvoll, um einer Überforderung vorzubeugen. Lehrer wollen da häufig Sicherheit haben und sich nicht ausschließlich auf Beobachtungen verlassen. 

Und welche Fragen kommen für Diagnostik häufig vor?

  • Leistungsveränderungen
  • Verhaltensveränderungen
  • Veränderte Emotionen
  • … die Liste ist endlos
Dazu gibt es einen eigenen Beitrag. Ein Test sollte zur Beantwortung einer Frage die nötigen Antworten liefern.

Der Ablauf eines IQ-Tests

Der Ablauf eines IQ-Tests ist entscheidend, um passende Ergebnisse zu bekommen. Anamnese, Begrüßung und passende Begleitung sind nur kleine Hinweise in die Richtung.

Vorbereitung eines IQ-Tests

Der Ablauf eines IQ-Tests beginnt schon vor dem Test. Es ist wichtig die Fragestellung beantworten zu können. Damit das gelingt, braucht es eine gute Anamnese. Beeinträchtigung, Ängste, aktuelle Mobbingsituationen und vieles mehr sollte vorher bekannt sein. 

Die Begrüßung sollte so lange dauern, bis die erste Unsicherheit verflogen ist. Das gilt für Kinder und Erwachsene! Emotional ausgeglichen steigen die Chancen das Potenzial zeigen zu können. 

Auch während der Diagnostik sollten die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen sich verstanden und angenommen fühlen. Es sollte keine Angst oder Druck aufkommen, damit das Potenzial gezeigt werden kann. 

Wie bereitest du dein Kind auf einen IQ-Test vor?

Wie man sich gut vorbereitet, um möglichst sein Potenzial zu zeigen.

Ein kleiner Auszug aus dem Begleitbogen für Eltern:
  • ausgeschlafen 
  • fit
  • gesund
  • gut vorbereitet 
  • motiviert
Wenig sinnvoll:
  • die Wichtigkeit in den Vordergrund stellen
  • Druck aufbauen
  • Rätzel Spiele vorab trainieren
  • Ermahnungen 
  • Zeitdruck bei der Anfahrt

Entspannt ankommen, sich begrüßen und ins Gespräch kommen, das ist ein guter Anfang. Für die Pausen einen kleinen Snack – das hilft auch. Mehr braucht es nicht.

Es geht darum, das Potenzial abzubilden. Das Ergebnis soll zur Testperson passen, damit später auch die Beratung gelingt und die passenden Lösungen für dich oder dein Kind gefunden werden. 

Kann man für den IQ-Test lernen?

Was sollte das für einen Sinn ergeben?

Es soll das tatsächliche Potenzial ermittelt werden. Nur so können nach der Auswertung während der Beratung passende Ideen entwickelt werden. Vorausgesetzt jemand käme an Testmaterial und würde die Aufgaben einüben, dann wäre das Ergebnis zu hoch. Die Erwartungen an die Person übersteigen die persönlichen Möglichkeiten und das führt zu mehr Problemen. 

Erfahrene Diagnostiker bekommen häufig mit, wenn das Testmaterial bekannt ist. In diesem Fall wird ein anderer Test genommen, bzw. die Wertung vom Lerneffekt mit eingerechnet. 

Kulturabhängige Fähigkeiten werden mit Hilfe von Förderung erreicht. Nicht in jedem Test kommen sie vor. Die Tests haben häufig Aufgaben aus den Bereichen fluide und kristalline Intelligenz. Eine gute Mischung der Tests wird die Kompetenzen zeigen. 

Hochbegabung testen - lebt auch von Personen

Der Diagnostiker hat einen großen Einfluss auf das Testergebnis: Empathie, Erfahrung und Beratung

Beim IQ-Test geht es nicht nur um kognitive Fähigkeiten

Auch wenn es sich um eine Testsituation handelt, oder vielleicht gerade deshalb: es werden Menschen von Menschen getestet. Empathie hilft das Potenzial zu heben.

Personen die viel Erfahrung im Umgang mit Kindern haben, können häufig leichter einen guten Zugang finden. Auch die Erfahrung wie hochbegabte Kinder und Erwachsene „ticken“ hilft häufig bei der Begleitung während des Tests. 

Beratung nach der Diagnostik

Ein gut durchgeführter Test ist am Ende nur hilfreich, wenn es eine gute Beratung gibt. Ohne Beratung und was die nächsten passenden Schritte sein können, hilft die Diagnostik nicht wirklich weiter. 

In der Regel hilft es Eltern und Lehrern nicht, wenn sie das Ergebnis Hochbegabung mitbekommen. Die Bestätigung einer Hochbegabung zusammen mit den Ursachen, Auswirkungen und Zusammenhängen der aktuellen Situation brauchen Beratung sowie Erklärungen. Eltern brauchen kein Label für ihr Kind sondern wollen Situationen einordnen und Begleitung verändern. Sie suchen nach Antworten und nicht nach einer Bezeichnung.

Die Hochbegabung testen bedeutet auch immer eine gute Beratung im Anschluss zu bekommen. Insbesondere dann, wenn einzelne Teilergebnisse stark nach oben oder unten abweichen. Für Eltern und Lehrer ist es besonders wichtig, wie sie das Kind anders begleiten können. Die Auswirkungen der Abweichungen wirken unterschiedlich stark auf Wohlbefinden, Lernen und Verhalten.

Interpretation einer Diagnostik

Nicht jeder Test läuft gleich ab. Die Persönlichkeit von Tester:in und Klient spielt immer mit rein. 

Je nach Situation und Test kann es sinnvoll sein, Untertests zu tauschen (falls möglich). Da ist die Expertise von dem Diagnostiker gefragt. Außerdem können während der Diagnostik gemachte Beobachtungen dazu führen, dass das Ergebnis angezweifelt werden muss. Das sollte unbedingt im Beratungsgespräch sowie im Bericht erklärt werden. Einerseits die Gründe, aber auch die möglichen Auswirkungen. 

Ängstlichkeit und Unsicherheit, aber auch extreme Albernheit und Überdrehtheit können Zweifel wecken. Motorische Probleme, Seh- und Hörprobleme wirken sich ebenso aus. Die Interpretation der Daten und die Beratung sind sehr wichtig. 

In die Interpretation fließen üblicherweise auch Beobachten ein, die während der Diagnostik gemacht wurden. 

Hochbegabung testen - mehr als nur ein Test

Warum Hochbegabung testen?

Am Anfang steht immer eine Frage, damit es eine passende Antwort geben kann. 

Ist mein Kind unterfordert?

Warum bin ich anders?

Das sind nur einige Beispiele von Fragen, die Antworten brauchen. Mit der Auswertung und anschließenden Beratung können neue Wege begonnen werden. 

Welcher IQ-Test ist der richtige, um Hochbegabung zu testen?

Es ist sinnvoll, zwei unterschiedliche Tests durchzuführen. Dazu sollte in der Praxis auch die Möglichkeit bestehen, aktuelle und passende Tests zur Auswahl zu haben. Die Auswahl wird von Fachpersonen vorgenommen und nicht von Klienten. 

Die richtige Auswahl kann Fragen und Zusammenhänge aufdecken. Die Diagnostik ist mehr als das Feststellen von Höchstbegabung, Hochbegabung, Begabung … oder auch die Erkenntnis: es handelt sich um eine normale Verteilung der Intelligenz. 

Wichtig sind aktuelle Tests. Leider habe ich in vielen Jahren Beratung erlebt, dass Tests teilweise über 15 oder 20 Jahre abgelaufen sind. Das waren in der Regel nicht unbedingt kleine psychiatrische Praxen. Sehr traurig, wenn in diesem Rahmen zu hohe oder niedrige Werte ermittelt werden. Lebenswege werden daraufhin falsch begleitet. 

Beispiel: Wie hat sich in den letzten 30 Jahren das Symbol von einem Telefon verändert? 

Was testet ein IQ-Test?

Das hängt vom Test ab. Es ist also gut, wenn vor dem Test eine Anamnese stattfindet, damit nach dem Test auch die Frage der Eltern beantwortet werden kann.

Mögliche Schwerpunkte:
  • allgemeinen Intelligenz 
  • spezifische kognitive Fähigkeiten
  • Sprachverständnis
  • Visuell-räumliche Verarbeitung
  • Fluides Schlussfolgern
  • Arbeitsgedächtnis 
  • Verarbeitungsgeschwindigkeit
  • Quantitatives Schlussfolgern
  • Auditives Arbeitsgedächtnis
  • Nonverbaler Index
  • Allgemeiner Fähigkeitsindex
  • Kognitiver Leistungsindex
  •  Alltags Wissen
darüber hinaus kommen Beobachtungen zum Einsatz: 
  • Motorik 
  • Arbeitsverhalten
  • Kontaktverhalten
  • Tempo
Einige Erwachsene wünschen sich auch Tests, die folgende Begabungsschwerpunkte abbilden könnten:
  • musisch
  • künstlerisch
  • sportlich
  • sozial

Sagt der IQ-Test alles aus?

Nicht alle Talente können in einer Intelligenzdiagnostik erfasst werden, oder sie sind mir nicht bekannt. Wichtig ist, dass alle Personen mehr sind als ihr IQ. Das Umfeld (Eltern, Lehrer:innen, Erzieher:innen, Familienmitglieder, Nachbarn, Sportvereine, Musiklehrer:innen…) erkennen Talente in einzelnen Gebieten häufig auch ohne Diagnostik. Also bitte, Augen auf lassen! Die Wissenschaft hat nicht für alle Fragen eine Antwort und ein IQ-Test misst nicht alle Kompetenzen. 

Was ergänzt sinnvoll einen IQ-Test?

Was die Begabungszugänge angeht, da sind die Diagnostik Lernkompetenz und die Persönlichkeitsdiagnostik TOP sinnvoll. Soziales Verhalten wird dort unter anderem gezeigt, aber auch einen nachdenklichen sensiblen Begabungszugang. Intuitives Vorgehen und sowie Höhe und Auswirkungen von Druck und Belastung. Erst- und Zweitprägungen sind Thema sowie die Motive: Beziehung, Leistung, Durchsetzung eigener Interessen und persönliche Freiheit. Alle Motive auch mit den umsetzenden Systemen. 

Kurz gesagt

Wie tickst du eigentlich?

Welche emotionalen Stärken hast du?

Welche Begabungszugänge liegen dir?

Daraus lässt sich zusammen mit der Intelligenzdiagnostik an individuellen Lösungen arbeiten. 

Ist nach einer Intelligenzmessung alles gut?

Die Diagnostik gibt Antworten. 

An den Lösungen muss in der Regel über Wochen und Monate gearbeitet werden. Auch wenn erste Ideen üblicherweise bereits im Auswertungsgespräch feststehen, folgen weitere Schritte:

  • Gespräche mit dem Partner
  • Änderung von Gewohnheiten
  • Austausch mit Lehrern
  • Herausforderungen schaffen

Nein, es ist nicht gleich alles gut! Aber häufig zeigen sich folgende Effekte:

  • Stolz
  • Freude 
  • neuer Schwung
  • Ideenreichtum
  • gemeinschaftliches Ziel

Wichtig ist hierbei die Beratung, damit Eltern neue Schritte wagen. 

Minderleistung bzw. Underachievement

Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Mentoren und Coaches sind teilweise regelrecht verzweifelt, wenn keine Leistung gezeigt wird. Manchmal wird diese „Schulunlust“ begleitet von extremen Verhalten. Einige werden sehr auffällig und andere nahezu unsichtbar. Beides Alarmzeichen, dass es diesen Kindern nicht gut geht. 

Schulverweigerer

Desinteresse

Chaot

Das sind häufige Bezeichnungen, die mir Eltern über ihre Kinder schreiben. Dahinter steckt oft:

Perfektionismus

Unsicherheit

Fehlende Strukturen

Aushalten von Misserfolg

Anstrengungsbereitschaft

Minderleistung hat häufig nicht nur die eine Ursache, wie zum Beispiel „den schlechten Lehrer“. Es sind häufig mangelnde Resilienz, fehlende Kompetenzen und gähnende Langeweile. Wer sich einmal in so einen verzweifelten jungen Menschen hineinversetzen möchte, dem empfehle ich „Ich war der Lärm. Ich war die Kälte.“ Ein Roman, in dem sich Jugendliche gut wiederfinden können. 

Eine gute Differenzierung in der Grundschule kann häufig die ungünstige Entwicklung aufhalten. Schwierig wird es erst, wenn die jungen Menschen mit 13 bis 16 Jahren in ein Loch fallen. Dann passt nichts mehr zusammen. Kompensation funktioniert nicht mehr und nicht selten wird in diesem Zeitfenster der Gedanke „Hochbegabung“ wieder aufgenommen. Ein IQ-Test ist dann schwierig, denn die Erfahrung und Angst vor Leistung sitzt tief. Da braucht es viel Feingefühl und die Fähigkeit schnell Vertrauen aufzubauen. Die Diagnostik Lernkompetenz bzw. Persönlichkeitsdiagnostik TOP  ist deshalb für mich ein wichtiger Bestandteil. 

Intelligenzdiagnostik ist kein Schultest!

Minderleister (Underachiever) und Erwachsene mit negativen Schulerinnerungen sind häufig erstaunt, wie viel Freude diese Tests bereiten. Übrigens haben sie dann in der Regel auch ihr Potenzial abrufen können. 

Die Aufgaben sind sehr unterschiedlich. Je nach Testauswahl sollten die Eltern bzw. Erwachsenen vorher auf die möglichen Aufgaben eingestimmt werden. 

Wie sieht ein IQ-Test aus?

Das ist sehr verschieden. Hier einige Beispiele:

  • Knobelaufgaben – wie wird die Reihe ergänzt?
  • Knobelaufgaben – was ist hier falsch?
  • Merkaufgaben
  • Logikaufgaben
  • Fähigkeiten (Matheaufgaben – je nach Test möglich)

Die Anamnese (siehe oben) hilft den passenden Test auszuwählen. 

Kann ein IQ-Test zu hoch ausfallen?

Solange alle Regeln eingehalten werden, kann ein Test nicht zu hoch ausfallen. Werden jedoch abgelaufene Tests genutzt, dann kann das Ergebnis zu „gut“ ausfallen. 
 
Ein Test kann auch zu hoch ausfallen, wenn vorgesagt wird – davon würde ich jedoch nicht ausgehen.
 
Häufig erlebe ich eher das Gegenteil. Tests fallen zu niedrig aus, weil zum Beispiel weitere richtige Lösungen im Manual nicht nachgeschaut werden, Druck aufgebaut wird oder andere Dinge nicht beachtet werden. (siehe oben)
 

Kann Hochbegabung wieder „weggehen“?

Nein, auch wenn ich das immer wieder höre. Eltern und Lehrer berichten mir das von Kindern, die in einem zweiten Test nach Jahren deutlich andere Werte haben. Über 20 IQ-Punkte Unterschied sind keine Seltenheit. 
Ursachen sind häufig:
  • Unterforderung in der Schule über viele Monate (leider auch Jahre)
  • starke Ängste (Versagensängste)
  • Druck und Belastung über lange Zeiträume
Laien  berichten dann häufig, dass die erste Diagnostik nicht stimmte oder die Hochbegabung verschwunden ist. Richtig ist, dass Leistung und Begabung nicht mehr gezeigt wird. Immer wieder erfahre ich dann in Gesprächen, dass die ursprünglichen Ideen nicht verwirklicht werden konnten. Häufig hat Akzeleration nicht stattgefunden, Familiensituationen waren ungünstig und Minderleistung hat sich entwickelt. Manchmal waren auch die Maßnahmen super, passten jedoch nicht zur Persönlichkeit des Kindes.
 
Zum Glück sind es nur Ausnahmen, aber es sind die Familien, die erneut Beratung benötigen.

IQ-Test und die Zeit

Es klingt vielleicht vorerst etwas ungewöhnlich, aber Zeit ist ein wichtiger Faktor.

Vormittags – da sind wir noch fit

Nicht auf verschiedene Termine verteilt

Tests haben ganz klare Vorgaben zu erfüllen. Sie sollen an einem Stück durchgeführt werden. Pausen sind je nach Test möglich. 

Die Pausen sollten passend gestaltet sein und auch die Eltern nach Möglichkeit gut vorbereitet worden sein. Keine Zuckerschocks ist nur ein Tipp. 

Außerdem sollte die Diagnostik nicht in einen 50 Minuten Praxis Rhythmus gepresst werden. Ein Vormittag für die Diagnostik bietet sich an, um flexibel bleiben zu können.

Welche Fragen gibt es noch?

Was sind häufige Fehler beim IQ-Test?

Test am Nachmittag – wenn der Akku leer ist

Tests sind alt

Testleiter nicht geschult – Sonderbedingungen nicht bekannt

Hochbegabung testen ist eine wichtige Aufgabe und leider fehlt am Ende häufig:

Beratung

Zusammenhänge

Lösungen

Neben dem richtigen Ergebnis braucht es:

passende Ideen

Betreuung

offenen Austausch

Warum variiert das Ergebnis um 20 IQ-Punkte?

  • Einige Kinder und Jugendliche werden unter ungünstigen Umständen getestet, oder von Diagnostikern ohne Erfahrung.
  • Teileweise wird am Nachmittag getestet, nach einem anstrengenden Schultag.
  • Gerade hochbegabte Kinder testen ja gerne die Diagnostiker aus… 
  • Immer wieder kommt es vor, dass alte Tests benutzt werden.
  • Die Kinder fühlen sich nicht verstanden und machen nicht richtig mit. 
  • Tagesform! Ein krankes Kind oder wenn gerade das Haustier gestorben ist, kann unter Umständen die Leistung nicht abgerufen werden.

Insgesamt wird überwiegend gut und richtig getestet. Fehler kommen überall vor, aber die aufgeführten Fehler sind dann häufig Grund um weitere Beratung zu nutzen. 

Warum ist die Beratung so unterschiedlich?

Hochbegabung ist keine Krankheit oder Einschränkung, deshalb wird eine Diagnostik auch nicht von der Krankenkasse übernommen. Hochbegabung ist ein guter Prädiktor für hohe Leistung. Die Ausnahmen suchen Beratung. 

Da es keine Kassenleistung ist, wird es im Studium häufig nicht vertieft. Psychologen haben deshalb nicht immer gute Kenntnisse über die Zusammenhänge. Die Ausbildung beinhaltet in großen Teilen klinische Störungsbilder – Hochbegabung ist keine Störung sondern eher eine Ressource. 

Hochbegabung testen bei Depressionen, Trauma und anderen Drucksituationen 

Wird ein IQ-Test durchgeführt, während die Person aktuell unter folgenden Situationen leidet:

  • Mobbing
  • Minderleistung 
  • gesundheitliche Beeinträchtigung 
  • Depressionen
  • ADHS/ADS
  • Trauma
  • aktuell gefühlte Druck und Belastung

kann die Leistung stark beeinträchtigt sein und unter Umständen eine Hochbegabung unerkannt bleiben.

Aus diesem Grund biete ich die Intelligenzdiagnostik ausschließlich mit der Persönlichkeitsdiagnostik TOP (ab 16 Jahre) und der Diagnostik Lernkompetenz (10 bis 15 Jahre) an. Mit Hilfe der wissenschaftlichen Tests und die langjährige Erfahrung in der Interpretation der Ergebnisse werden Zusammenhänge zur Persönlichkeit gut dargestellt. Mit den Kindern, Jugendlichen sowie Eltern oder Erwachsenen werden die Ursachen aufgedeckt. Gemeinsam wird über mögliche Veränderungen gesprochen. Auch wenn unter Umständen eine Hochbegabung weder bestätigt noch ausgeschlossen werden kann, sind zumindest die Hürden bekannt. Sind die Hürden abgebaut, kann erneut getestet werden. 

Ab welchem Alter kann eine Intelligenzdiagnostik – ein IQ-Test vorgenommen werden?

Generell gibt es Tests, die bereits für Kinder ab 2,6 und drei Jahren eingesetzt werden können. 

Bei sehr jungen Kindern ist eine Diagnostik nicht nötig, um passende Veränderungen einzuleiten. In vielen Fällen reicht eine Beratung der Eltern aus. 

Manchmal ist es sinnvoll eine eventuelle Hochbegabung zu testen, damit über eine rechtzeitige Einschulung gesprochen werden kann. Schulen schätzen häufig eine Diagnostik um einer Überforderung vorzubeugen.

Macht Begabungsblick alles richtig?

In jedem Fall gebe ich mir viel Mühe. Studium, Persönlichkeitsdiagnostik, ECHA-Coach, Supervision, über 10 Jahre Grundschulerfahrung und viele Jahre Beratung von Eltern mit hochbegabten Kindern ist ein guter Mix aus Theorie und Praxis. 

IQ-Test in Hannover. Am Testtag findet die Auswertung statt und die Beratung der Eltern.

Eltern die einen IQ Test für ihr Kind suchen, die suchen eigentlich Antworten und das schnell. Das erwartet dich:

✅ IQ-Test (vormittags in Hannover)
✅ Auswertung (mittags)
✅ Beratung (nachmittags in Hannover oder Zoom)

✅ Bericht per Post
✅ Eltern-Lehrer-Gespräch (Beratung per Zoom)

Außerdem schauen wir, dass es zur Persönlichkeit passt. 

Bleiben wir in Kontakt!

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