Die Anstrengungsvermeidung hängt mit der kognitiven Motivation des Kindes zusammen. Ein Testverfahren deckt auf.

Anstrengungsbereitschaft: Kognitive Motivation bei Kindern

Denkhunger statt Rückwärtsgang: Warum kluge Kinder oft die Anstrengung scheuen

Die Anstrengungsvermeidung hängt mit der kognitiven Motivation des Kindes zusammen. Soweit, so gut, aber kennst du das? Du erlebst dein Kind zu Hause als hellwach, es stellt Fragen zum Universum oder löst komplexe Probleme im Alltag. Doch sobald in der Schule ein Arbeitsblatt eine gewisse „Mühe“ erfordert, schaltet es ab. Sätze wie „Das ist zu schwer“ oder „Ich habe keine Lust“ führen oft dazu, dass das eigentliche Potenzial übersehen wird.

Wir im Begabungsblick wissen: Hinter dieser vermeintlichen Verweigerung steckt oft eine geringe kognitive Motivation (der sogenannte „Need for Cognition“). Das bedeutet: Das Kind hat (noch) keine Freude daran gefunden, sich geistig so richtig „festzubeißen“.

Die Herausforderung: Wenn „Anstrengung“ zum Fremdwort wird

Viele besonders begabte Kinder sind es gewohnt, dass ihnen in den ersten Jahren alles zufliegt. Wenn dann die erste echte Hürde kommt, fehlt ihnen das Handwerkszeug, um dranzubleiben.

  • Beispiel Moritz: Er ist kognitiv weit voraus, zählt im Kopf bis 1.000, zieht sich aber im Kindergarten extra langsam an, um kognitiv fordernden Aufgaben aus dem Weg zu gehen. Er meidet die Anstrengung nicht aus Unvermögen, sondern weil er noch nicht gelernt hat, dass das Überwinden einer Schwierigkeit ein echtes Erfolgserlebnis ist. (Mehr zu Moritz liest du in meinem Artikel über die frühe Einschulung).
  • Beispiel Marie: Sie zeigt in der Schule nur das Nötigste. Nicht, weil sie es nicht kann, sondern weil ihr der „Biss“ fehlt, sich mit Inhalten auseinanderzusetzen, die nicht sofort spannend sind. Sie verharrt in der Komfortzone, um Fehler zu vermeiden. Die Diagnostik Lernkompetenz zeigt es häufig ganz offen: Selbstmotivation ist gering und die Handlungskompetenzen reichen nicht aus.

Unser Lösungsraum: Den „Denkhunger“ messbar machen

Für Schüler der Klassen 1 bis 4 nutzen wir im Begabungsblick validierte wissenschaftliche Testverfahren. Diese helfen uns zu verstehen, ob dein Kind einfach unterfordert ist oder ob wir gemeinsam an der Anstrengungsbereitschaft arbeiten dürfen.

Wir analysieren dabei ganz diskret, ohne Prüfungsdruck, mit Fragebögen:

  • 💡 Die Freude an geistiger Mühe: Liebt dein Kind das „Knacken“ von Nüssen oder wird kognitive Arbeit als Last empfunden?
  • 💡 Objektive Einordnung: Wir vergleichen die Ergebnisse mit einer repräsentativen Altersgruppe, um zu sehen, wo die individuelle Stellschraube liegt.
  • 💡 Individuelle Auswahl: Diese spezialisierten Analysen (zur kognitiven Motivation, zum schulischen Selbstkonzept oder zur Leistungsmotivation) sind optionale Bausteine. Du entscheidest je nach Frage deines Kindes, welches Modul wir ergänzend zum klassischen IQ-Test (wie dem AID 3) hinzunehmen.

Die Lust am Denken

Unter kognitiver Motivation verstehen wir die Freude am Denken und die intrinsische Bereitschaft, sich intensiv mit kniffligen Aufgaben auseinanderzusetzen.

  • Der „Denkhunger“: Ein Kind mit hohem T-Wert in der Auswertung sucht aktiv nach geistigen Herausforderungen. Es will verstehen, nicht nur auswendig lernen.
  • Die Blockade: Fehlt diese Motivation oder wurde sie durch jahrelange Unterforderung „eingeschläfert“, meidet das Kind kognitive Anstrengung, sobald es nicht mehr „einfach so“ zufliegt.

Du kannst dir sicher vorstellen, dass eine Freude am Denken zu mehr Zufriedenheit beim Lernen führt, oder? Diese Fähigkeit kann beeinflusst werden. Leider erleben wir immer wieder Schülerinnen und Schüler, die „keinen Bock mehr“ haben. Wenn in den Klassen sechs, sieben und acht erstmals echte Herausforderungen auf hochbegabte Kinder zukommen, dann haben sie häufig ihre eigene Freude am Denken, an Herausforderungen und an Anstrengung noch nicht trainiert. Schauen wir also früh genauer hin!

Den Ursachen auf den Grund gehen

Um ein wirklich vollständiges Bild deines Kindes zu erhalten, nutzen wir im Begabungsblick mehr als nur den klassischen IQ-Test (wie den AID 3). Für Schüler der Klassen 1 bis 4 können wir eine gezielte Zusatzdiagnostik einsetzen, um die kognitive Motivation messbar zu machen.

Was wir dabei analysieren:

  • 💡 Vergleich mit der Altersgruppe: Wir nutzen wissenschaftliche T-Werte. Ein Wert über 70 zeigt uns beispielsweise eine weit überdurchschnittliche Freude an geistiger Mühe.
  • 💡 Abgrenzung zum IQ: Ein hoher IQ bedeutet nicht automatisch eine hohe Anstrengungsbereitschaft. Diese Lücke zu kennen, ist der Schlüssel zur Lösung.
  • 💡 Bedarfsorientierte Bausteine: Diese spezialisierten Analysen zur kognitiven Motivation, zum schulischen Selbstkonzept oder zur Leistungsmotivation sind optionale Module. Du entscheidest je nach Frage, welche Diagnostik für dein Kind sinnvoll ist. Im Begabungsblick wollen wir Fragen beantworten und Familien nicht mit Tests überfrachten. Du bist unsicher? Melde dich, wir überlegen gemeinsam.
  • 💡 Wissenschaftliche Tiefe: Wir nutzen Kennwerte, die dein Kind mit einer repräsentativen Altersgruppe vergleichen. So sehen wir präzise, ob die Freude an geistiger Mühe blockiert ist.
  • 💡 Kein Prüfungsdruck: Die Erhebungen des Zusatztests finden in einer entspannten Atmosphäre zu Hause statt. Sie sind häufig eine ideale Ergänzung zu einem klassischen Intelligenztest, um die Ursachen von Herausforderungen aufzudecken.
  • 💡 Zusammenspiel der Faktoren: Wir kombinieren diese Analyse mit dem schulischen Selbstkonzept und der Leistungsmotivation, um zu sehen, wie sicher sich dein Kind in seinen eigenen Fähigkeiten fühlt. Zusätzlich ordnen wir diese Punkte den Stärken aus dem IQ-Test zu.

Beratung in Hemmingen/Hannover oder online: Den „Biss“ zurückgewinnen

In unserer Beratung in der Region Hannover (direkt in Hemmingen, erreichbar mit der Stadtbahnlinie 13) oder gerne online nutzen wir diese Daten für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dir und der Schule.

  • Für dein Kind: Es lernt zu verstehen, dass „Anstrengung“ etwas Positives ist – wie ein Muskel, der trainiert werden will.
  • Für dich als Eltern: Wir entwickeln Strategien, wie du den Wissensdurst deines Kindes zu Hause füttern kannst, ohne schulischen Druck aufzubauen.
  • Für die Lehrkräfte: Wir geben konkrete Impulse, wie durch gezielte kognitive Herausforderungen die Lernlust im Unterricht wieder geweckt werden kann.

„Wir wollen Lösungen gemeinsam entwickeln, um den Zerrspiegel der Wahrnehmung geradezurücken und das Potenzial deines Kindes wieder sichtbar zu machen.“

Ehrlicherweise hat es sich bewährt, alles aus einer Hand mit uns zu gestalten: 

✅ IQ-Test mit qualitativen Beobachtungen zu Arbeits- und Kontaktverhalten sowie Auswertung zum Mindset (klar mit Beratung für Eltern sowie dem beliebten Eltern-Lehrer-Gespräch)

✅ Fragebögen der Zusatztests:

Kognitive Motivation

Schulisches Selbstkonzept

Leistungsmotivation

Vorabeinschätzung ADHS

✅ Testverfahren liefern uns die Möglichkeit, wichtige Stärken und Schwächen aufzudecken, aber auch dein Kind besser zu verstehen – so kann eine Beratung besser passen. 

Gemeinsam die Weichen stellen

Hinter dem „Rückwärtsgang“ deines Kindes steckt oft ein ungenutztes Getriebe. Wenn wir verstehen, wie dein Kind kognitiv tickt, können wir gemeinsam Lösungen entwickeln, um die Freude am Lernen zurückzuholen.

So startest du die Potenzialentfaltung

Die Analyse der kognitiven Motivation bieten wir als festen Bestandteil unserer ganzheitlichen Begleitung an:

Zusatzmodul zum IQ-Test: für ein tieferes Verständnis der Lernpersönlichkeit.

Basis für die Underachievement-Beratung: Um Blockaden dort zu lösen, wo sie entstehen.

Lass uns gemeinsam herausfinden, wie wir den Denkhunger deines Kindes wieder wecken können.

Dein Weg zu uns:

📞 Telefonische Sprechstunde (Di., 10–12 Uhr): 0176-42020333

📍 Wo: Deveser Str. 2, 30966 Hemmingen/Hannover

🌐 Online: www.begabungsblick.de

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