Intensität hochbegabter Kinder

"Wut im Bauch - Kopf ist aus"

Intensität hochbegabter Kinder. Umgang mit Gefühlen.

Hochbegabte Kinder haben häufig eine hohe Intensität. Sie nehmen viel wahr und die Einflüsse prasseln nur so auf sie ein. Da wird es manchmal zu viel. Manche hochbegabten Kinder können auch ihre Gefühle (noch nicht) so gut regulieren und Wut, Verzweiflung, Sorgen und Nöte nehmen sehr viel Raum und Zeit ein.

Kurz gesagt: Die Gefühle steuern uns Menschen. Daran können wir nichts ändern, was Eltern jedoch Kindern beibringen können, ist der Umgang mit Gefühlen.

Schauen wir genauer hin, welchen Einfluss die Gefühle auf den Alltag haben. Und seien wir ehrlich: Wenn du einen guten Tag hast, dann gelingt vieles sehr viel leichter, als wenn du gerade einen richtig schlechten Vormittag mit Streit und Stress hinter dich bebracht hast. 

Gefühle bestimmen den Tag

Hochbegabte Kinder und Jugendliche zeigen Wut und Aggression - das kann sich ändern.
Verhalten hochbegabter Kinder und hochbegabter Jugendlicher kann auch mutlos und unsicher sein.
Verhalten hochbegabter Kinder und Jugendlicher ist manchmal Wut und Aggression, einige schlagen Eltern oder andere Kinder.
Verhalten hochbegabter Kinder ist verzweifelt.

Die Liste mit möglichen Gefühlen ist lang. Erinnere dich an beschwingte Tage, an denen geht alles leicht von der Hand. Hingegen es an Tagen mit viel Wut, Aggression oder Angst nicht so richtig „flutscht“. Alle Systeme stehen auf STOPP. 

Das ist ein uralter Reflex. Was wir nicht mögen, das meiden wir. Es war in der Evolutionsgeschichte nicht sinnvoll in Gefahren zu rennen und ist auch noch heute sinnvoll intuitiv gewarnt zu werden. 

Leider ist es wenig sinnvoll in dieser Dauerschleife gefangen zu bleiben. Das verhindert neue gute Erfahrungen.

Max vermeidet sich anzustrengen

Ein Beispiel:

Max ist hochbegabt und alles lernt er blitzschnell, aber etwas üben – das geht gar nicht. Entweder er kann es gleich oder macht es nicht. 

Das fing eigentlich im Kindergarten schon an. Ein Bild malen, das wollte er nicht. Im Kopf konnte er sich genau ausmalen, dass der Baum große und kleine Äste hat, viele Blätter in verschiedenen Grüntönen.

Nach dem ersten Versuch wusste er genau, dass er die Details nicht hinbekommen würde. Auch fehlten die passenden Farben und die Stifte waren zu dick für feine Adern der Blätter.

Wut bei hochbegabten Kindern - ich kann das nicht ich bin dumm

Das hat ihn wütend gemacht. „Ich kann das nicht.“ 

Daraus wurde sehr schnell: „Ich mache das nicht.“

Das führte dazu, dass er Stifthaltung und das Aushalten von unangenehmen Gefühlen nicht trainiert hat.

Max hat nicht erfahren, dass es sich für ihn lohnt, sich anzustrengen. Leider konnte er so nicht verinnerlichen, wie es sich anfühlt, sich über Erfolge und Verbesserungen zu freuen. Er hat weiter trainiert, Herausforderungen zu meiden, und wurde darin immer besser. 

Max hat leider bisher nicht gelernt, sich anzustrengen, und vermeidet unangenehme Gefühle – kurz: Er möchte keine Misserfolge.

Hohe Intensität für Eltern hochbegabter Kinder zeitweise eine Herausforderung

Das Gefühlskompetenz Training ist für die gesamte Familie, um die eigenen Bedürfnisse besser kennenzulernen. Ganz nebenbei könnt ihr euch als Familie neu kennenlernen. So kann es viel einfacher sein, demnächst Rücksicht zu nehmen oder eigene Gefühle besser wahrzunehmen. Und du kannst den Umgang mit den Gefühlen deines Kindes besser begleiten. 

Du bist mit deiner Familie willkommen, kannst es jedoch auch gerne für dich allein nutzen. 

Ziele erreichen, mit dem guten Gefühl. 

Marie gelingt alles und sie hat Angst zu versagen

Ein weiteres Beispiel:

Marie ist hochbegabt und ein liebes Mal- und Bastelkind. Schon im Kindergarten hat sie alles viel besser als die anderen Kinder hinbekommen. 

Im Kindergarten hat sich alles begeistert mitgemacht, was angeboten wurde. Alles fiel ihr leicht und gelang ihr auf Anhieb. Sie hat immer alles sehr genau ausgeführt und freute sich immer über Lob. Eigentlich war immer alles einfach.

Angst bei hochbegabten Kindern und der Umgang mit diesem Gefühl.

Marie hat auch in den ersten Jahren der Schule immer alles gleich gekonnt und war blitzschnell fertig. Danach durfte sie seitenweise Mandalas ausmalen. 

Leider hatte sie nie echte Herausforderungen. Es war nie wirklich schwer. Marie konnte nicht lernen, wie sich Misserfolge anfühlen und wie sie diese bewältigen könnte.  

Bei ihren Mitschülern konnte sie beobachten, dass es zu schlechten Noten kam. Sie bekam immer mehr Angst.  Was wenn sie auch versagt?

Marie hat nicht gelernt, sich einzuschätzen und ihre Grenzen auszuloten. Auch kann sie mit Unsicherheit schlecht umgehen.

Moritz will alles

Ein weiteres Beispiel:

Moritz ist hochbegabt und Gleichberechtigung sowie soziale Fragen sind ihm enorm wichtig. 

Schon im Kindergarten hat er darauf geachtet, dass alle Regeln eingehalten wurden. Unbedingt musste alles nach Plan ablaufen und alles gerecht sein. 

Seine Eltern und Erzieherinnen haben sich sehr bemüht, alles immer gerecht zu gestalten.

Hochbegabte Kinder finden manches nicht gerecht. Der Umgang mit Gefühlen sollte früh gelernt werden.

„Das ist ungerecht.“ Das ist ein häufiger Satz von Moritz. 

„Das will ich auch!“, sagt Moritz häufig direkt danach.

Dabei ist es vollkommen irrelevant, ob Moritz mit acht Jahren wirklich noch einen Quitscheball wie seine kleine Schwester benötigt. Es geht um Gerechtigkeit. 

„Wenn der, dann ich …“ ist eigentlich sein ständiger Begleiter. Fast argwöhnisch scannt er seine Umwelt ab.

Moritz hat bisher nicht gelernt, was ER eigentlich gerne mag und was ihn freut. Er darf noch lernen, sich für andere zu freuen. Gleichberechtigung bedeutet auch, dass jeder das bekommen und tun sollte, was ihm Freude macht – das ist noch ein großes Erfahrungs- und Lernfeld für Moritz.

Eigene Gefühle regulieren, da benötigt er dringend Unterstützung.

Umgang mit unangenehmen Gefühlen lernen

Max, Marie, Moritz und viele andere Kinder, von denen ich berichten könnte, müssen den Umgang mit unangenehmen Gefühlen noch lernen.

Wut bei hochbegabten Kindern - ich kann das nicht ich bin dumm
Angst bei hochbegabten Kindern und der Umgang mit diesem Gefühl.
Hochbegabte Kinder finden manches nicht gerecht. Der Umgang mit Gefühlen sollte früh gelernt werden.

In den Elternkreisen Hochbegabung  unterstützen wir Eltern mit hochbegabten Kindern dabei, wie sie mit den Gefühlen ihrer hochbegabten Kinder umgehen können. Häufig finden sie auch heraus, dass sie auf die eigenen Bedürfnisse besser achten können. 

Häufig benötigen dafür hochbegabte und hochsensible Kinder keine Therapie, sondern Eltern, die sie klug begleiten. Seit vielen Jahren unterstützen wir Eltern, damit sie ihre Kinder emotional gut begleiten können.

Wut und Angst

Aggression und Rückzug

Verweigerung und Perfektionismus

Ganz normal in unseren Gruppen. Reden wir gemeinsam darüber. 

Eltern sind Experten für ihr Kind

Der Austausch und praxistaugliche Beispiele und Lösungen der Eltern bringen den langfristigen Erfolg. 

Aus diesem Grund bietet Begabungsblick mit erfahrenen Trainerinnen den Elternkreis Hochbegabung an. Regelmäßig startet eine neue kleine Gruppe. Zwei Expertinnen begleiten den Elternkreis und führen die Eltern in Richtung Lösung. Eltern erarbeiten für die eigene Familie Lösungen und Gefühle sind ein wichtiges Thema dabei.

  • 6 × 90 Minuten
  • 10 Familien mit hochbegabten Kindern
  • 2 Expertinnen

Du bist herzlich willkommen. Dein Partner/Deine Partnerin kann gerne kostenfrei mit teilnehmen. 

Im Elternkreis Hochbegabung machen sich Eltern hochbegabter Kinder gemeinsam auf den Weg, um an eigenen Zielen zu arbeiten. Es geht nicht um Wissensaufbau, sondern um Lösungen für die eigene Familie.

Sei dabei und mach dich auf den Weg. Die Lösung muss zu dir passen, deshalb kannst du sie gerne mit unserem Team entwickeln. Vorträge hast du genügend gehört, jetzt solltest du etwas tun.