Selbstwahrnehmung

Selbstwahrnehmung
Selbstwahrnehmung fördern und Selbstbewusstsein stärken.
Intelligenz allein macht nicht glücklich, die richtige Selbststeuerung und der gezielte Umgang mit Gefühlen hingegen schon. Die Selbstwahrnehmung ist das individuelle Werkzeug, um aus dem bloßen Reagieren auszusteigen und das eigene Leben aktiv zu gestalten.
Warum ist die Selbstwahrnehmung für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene so wichtig?
- Frühwarnsystem für Stress und Überforderung: Wenn wir lernen, körperliche Reaktionen und unangenehme Gefühle rechtzeitig wahrzunehmen, dienen sie als persönliches Warnsignal. So lässt sich rechtzeitig gegensteuern, bevor der Modus „Wut im Bauch – Kopf ist aus“ aktiviert wird und kluges Handeln unmöglich macht.
- Gefühle als Ratgeber nutzen: Selbstwahrnehmung hilft dabei, Emotionen nicht in „gut“ oder „schlecht“ zu bewerten, sondern sie zu sortieren und als Orientierungshilfe für das Erreichen eigener Ziele einzusetzen.
- Erfolge und eigene Anstrengung erkennen: Die eigene Entwicklung und das Erreichte bewusst wahrzunehmen, schafft die Einsicht, dass eigene Anstrengung zum Erfolg führt. Das baut echtes Selbstbewusstsein und Unabhängigkeit auf.
- Triggerpunkte entmachten statt Fehlersuche: Eine geschulte Selbstwahrnehmung hilft, bei Konflikten die eigenen Auslöser zu verstehen, anstatt die Schuld oder Fehler reflexartig bei anderen Familienmitgliedern zu suchen.
- Grenzziehung und Schutz vor Überanpassung: Wer den eigenen Standort genau kennt, lernt, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und Grenzen zu ziehen, anstatt durch fremde Aufträge die eigenen Ressourcen abzubauen
Eine gute Selbstwahrnehmung stärkt Kinder und Erwachsene darin, den eigenen Kompass auszurichten und sich selbst anzunehmen – unabhängig von den Erwartungen des Umfelds.
Schauen wir genauer hin.
Frühwarnsystem für Stress und Überforderung
Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind im Vorteil, wenn sie die kleinen, feinen und vor allem individuellen Signale des Körpers wahrnehmen und interpretieren können.
Eine Mutter erzählt im Gefühlskompetenz Training ihre eigene Beobachtung:
„Ich beiße die Zähne aufeinander, wenn es unangenehm wird. Das ist mein Frühwarnsystem, dass es mir zu viel wird.“
Das unbewusste Zähnebeißen dient hier als körperliches Signal, um die eigene Belastungsgrenze rechtzeitig zu erkennen. Dadurch kann gegengesteuert werden, bevor der Modus „Wut im Bauch – Kopf ist aus“ aktiviert wird.
Es ist ein wichtiger Punkt, die Gefühle zu erkennen und zuzuordnen. Im Gefühlskompetenz Training ist es dann auch so, dass wir angenehme und unangenehme Gefühle den Situationen zuordnen. Perfekt, denn damit hast du bereits am 1. Trainingstag (30 Minuten) eine wichtige Basis geschaffen. Ein Hinweisgeber, den wir jedoch noch ausbauen.
Elemente wie die Gefühlslandkarte nutzen wir im Training, damit du das Gefühl im Körper zuordnen kannst. Im Beispiel der Mutter: Der Druck auf die Zähne nimmt zu. Sie kann sich also jederzeit das Check-up erlauben und sich selbst prüfen.
Die eigene Wahrnehmung ist die Chance, um eine alternative Handlung zu planen. Im Beispiel der Mutter war es, sich eine kurze Pause zu gönnen. Sie hat sich einen Satz erarbeitet, der für sie Raum und Pause schafft.
“Darüber muss ich erstmal nachdenken.” Gleichzeitig wendet sie sich ab, falls nötig.
Das ist ihre Chance, um weiterhin die Kontrolle über sich und ihr Verhalten beizubehalten.
So hat sie ihren verlässlichen Hinweisgeber gefunden, um Überlastungen rechtzeitig zu erkennen und Triggerpunkte zu entmachten.
Gefühle als Ratgeber nutzen
Das Gefühl vom Druck auf die Zähne ist für diese Mutter ein Ratgeber geworden. So gelingt es immer häufiger, insbesondere bei bekannten kritischen Situationen (Hausaufgaben begleiten), ihren Satz anzuwenden. Sie kann aktiv darauf Einfluss nehmen, ob sie wieder herumschreit und sich anschließend schlecht fühlt, oder vorher kurz eine Pause einlegt.
Erfolge und eigene Anstrengung erkennen
Indem sie ihre eigenen Gefühle nutzt, bekommt sie immer mehr Macht über sich. Für sie fühlt es sich gut an, so zu handeln, wie sie es in der Situation möchte. Sie spürt nach einiger Übung genau, dass es ihre Ausdauer und ihr Fleiß sind, die die Verbesserung ermöglichen. Das steigert ihr Selbstwertgefühl und damit eine ruhigere, positive Ausstrahlung.
Triggerpunkte entmachten statt Fehlersuche
Statt die Fehler bei ihrem Sohn zu suchen, hat sie erkannt, was der Triggerpunkt bei ihr ist. Die allgemeine Ohnmacht ist einer Selbstsicherheit gewichen. Sie kennt mögliche kritische Situationen, körperliche Signale und ihre Handlungsoptionen. Zusätzlich hat sie sich im Gefühlskompetenz Training ein Bild mit Erinnerungsfunktionen erarbeitet. Diese Methode hilft ihr, dass das Unbewusste sie 24/7 unterstützt.
Grenzziehung und Schutz vor Überanpassung
Was die Mutter mit ihrer Lösung ebenfalls für sich erreicht hat: Grenzen. Sie erkennt ihre eigene Grenze vor Überforderung. Außerdem spürt sie die verschiedenen Alarmsignale und kennt Auslöser sowie für sie nötige Grenzen. Weil sie mehr bei sich und den eigenen Bedürfnissen ist, ist sie vor Überanpassung geschützt.
Seit vielen Jahren nutzen wir das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM). Dr. Maja Storch und Dr. Frank Krause haben mit diesem Training eine jährlich vielfach evaluierte Lösungsstrategie entwickelt. Sie wird in Unternehmen eingesetzt, aber auch in Bildungseinrichtungen, Coaching und auch bei uns. Gleich zu Beginn haben wir das Material angepasst, damit erst die Kinder und Jugendlichen und später auch die Eltern einen leichteren Zugang erhalten.
Das Klima in unserem Onlineangebot
💚 Wahrnehmung ohne Bewertung
💚 Austausch ohne Leistungsdruck
💚 Ehrlichkeit ohne Bloßstellung
Was möchte Begabungsblick dir beibringen?
💚 Selbstwahrnehmung für alle trainieren, statt Fehlersuche bei einem Familienmitglied
💚 Triggerpunkte aufdecken und entmachten
💚 Gefühle als wichtiges Frühwarnsystem kennenlernen
Für welche Fragen ist das Gefühlskompetenz Training ideal?
👉 Die emotionale Steuerung gelingt noch nicht – wenn jede Abweichung von der eigenen Erwartung dein Kind wütend macht.
👉 Das Unterbewusste (unsere Gefühle) ist mächtiger als unser Kopf – der Kopf ist zwar kompetent, aber das Gefühl bringt dich in den Stopp-Modus.
👉 Triggerpunkte und festgefahrene Muster, die noch nicht aufgedeckt und entmachtet wurden.
Wie läuft das Gefühlskompetenz Training ab?
👉 7 × 30 Minuten online: Die teilnehmenden Familien sind sich einig: 30 Minuten live sind absolut ausreichend. Es bleibt kurz und ergebnisorientiert, damit Familien wirklich am Ball bleiben.
👉 Eigenes Trainingsheft & Erklärvideos: Das Material ermöglicht es, im eigenen Tempo vorzuarbeiten und Erklärvideos per QR-Code abzurufen.
👉 Die Erwachsenen haben eine eigene Signal-Gruppe. So könnt ihr euch weit über das Training hinaus Tipps geben und euch austauschen.
👉 Wissenschaft mit dem Unbewussten: Das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM ®) nutzt das Unbewusste geschickt als Verbündeten.
Den Namen haben wir bewusst gewählt: Du hast die Chance, deine Gefühlskompetenz zu verbessern, und dafür musst du trainieren. Der Effekt wird sehr gering sein, wenn du nur teilnimmst und die Techniken im Alltag nicht umsetzt.
Training ist Tun.
Jede Familie ist anders, so auch die Rückmeldungen
💚 „Die Haltung ‚Alle Gefühle sind richtig‘ war für mich anfangs eine große Herausforderung. Letztlich habe ich für mich gelernt, dass ich mehr locker lassen muss.“
💚 „Ich beiße die Zähne aufeinander, wenn es unangenehm wird. Das ist mein Frühwarnsystem, dass es mir zu viel wird.“
💚 „Identische Situationen innerhalb der Familie fühlen sich für jeden sehr unterschiedlich an. Das habe ich nicht erwartet.“
💚 „Ich hänge mir meine Meerbilder wieder auf. Die vermitteln mir Gelassenheit.“
💚 „Lange habe ich gelauert, wann endlich die Besonderheit der Hochbegabten geht. Jetzt erkenne ich, dass Gefühle für uns alle immer individuell sind. Es braucht keine Sonderrolle.“
Was veränderte sich konkret für die Familien?
👉 Umgang mit unangenehmen Gefühlen lernen
👉 Vor der großen Wut die Situation zu verlassen und handlungsfähig zu bleiben
👉 Klares Ziel finden und mit dem Unbewussten trainieren
Stell dir vor, wie sich echte Gelassenheit anfühlt, wenn:
💚 Umgang mit unangenehmen Gefühlen gelernt ist und ihr vor der großen Wut die Situation verlassen könnt, um handlungsfähig zu bleiben
💚 Angenehme Gefühle genutzt werden, um unangenehme Gefühle auszuhalten und nicht zu vermeiden
💚 Triggerpunkte aufgedeckt und entmachtet sind – einander neu zu verstehen schafft wieder echtes Vertrauen
💚 Wahrnehmung ohne Bewertung, Austausch ohne Leistungsdruck und Ehrlichkeit ohne Bloßstellung euren Alltag prägen
Hilft das Training bei Underachievement?
💚 Handlungsfähigkeit wieder ermöglichen ist immer wichtig.
💚 Eigene Regie übernehmen verringert Ohnmacht.
💚 Gemeinsam mit den Eltern und anderen Familien online von ähnlichen Zielen zu hören, stärkt: “Ich bin nicht allein.” Außerdem bekommen die Kinder keine Sonderrolle der hilfebedürftigen Person in der Familie.
💚 Einander in der Familie neu wahrzunehmen, kann für mehr Verständnis helfen.
🛑 Underachievement selbst kann nicht allein mit dem Gefühlskompetenz Training beendet werden. Hierfür buchst du idealerweise eine Beratung oder Diagnostik bei uns.
Was lieben wir an dem Gefühlskompetenz Training?
💚 7 × 30 Minuten – das ist kurz und auf den Punkt.
💚 Online – Familien schalten ein, sind dabei und der Tag geht weiter.
💚 Familientraining – keine Sonderrolle für eine Person, die gesamte Familie arbeitet individuell gemeinsam an ihren Themen. Vergleiche erwünscht – so bekommen Familien einen neuen Einblick.
💚 Die Kinder und Jugendlichen – sorry, aber die sind immer so aktiv. Sie stellen Fragen und trauen sich, ihre Ergebnisse zu präsentieren. So machen sie anderen Mut, auch den Erwachsenen.
💚 Familientarif – so haben wir weniger Arbeit mit der Abrechnung und es bleibt für alle fair.
💚 Trainingsheft – klare Struktur und Ziele.
💚 Videos – über QR-Codes können sich die teilnehmenden Familien unsere Erklärungen als Video abrufen. Vorarbeiten sind möglich, verpasste Inhalte nachholen oder einfach zu einem späteren Zeitpunkt erneut durcharbeiten.
💚 Signal – 24/7-Austausch der Eltern über das Training hinaus. Einige Gruppen sind aktiv und geben sich Tipps, auch zu ganz anderen Themen.
Es sind noch viele kleine Momente, die Johanna Völkening und ich (Claudia Völkening) sehr lieben. Sei einfach dabei und schreib uns, was dir gefällt.
Selbstwahrnehmung – Mensa unterstützt Schülerinnen und Schüler
Im Oktober 2026 haben wir für Mensa die Selbstwahrnehmung des Gefühlskompetenz Trainings angeboten. Es war eine Stunde, was ich ursprünglich zu lang fand. Letztlich hat sich gezeigt, dass die hochbegabten Kinder und Jugendlichen tatsächlich 60 Minuten aktiv waren und sehr gut mitgearbeitet haben. Sie haben auf Papier oder dem ausgedruckten Trainingsheft die Arbeitsschritte notiert und mit anderen verglichen. Es war ein tolles Gefühl und am Ende haben sie den Bildschirm mit Herzchen geflutet, weil es ihnen so gut gefallen hatte.
Daraus habe ich gelernt: Ich bin noch immer zu skeptisch.
DGhK-Ostercamp 2026 stärkt Eltern hochbegabter Kinder emotional
Wieder durfte ich einen Beitrag im Ostercamp für die Eltern hochbegabter Kinder anbieten. Wir haben praktische Übungen aus dem Gefühlskompetenz Training genutzt und vor allem die Eltern miteinander ins Gespräch gebracht. Was ist eigentlich normal? Was ist richtig? Tja, Gefühle sind sehr unterschiedlich und Lösungen auch, können aber auch ähnlich sein. Es war eine schöne Zeit.
Insgesamt habe ich mich gefreut, dass 70 Personen so offen und wertschätzend miteinander agieren können. Ehrlicherweise hatte ich ein Verlustgefühl, weil die Zeit nur für einige Bausteine gereicht hat. Letztlich haben die Eltern sehr profitiert und einige haben sich später gemeldet, um mir das noch einmal persönlich zu schreiben/sagen. Danke dafür.
Hochbegabung und Gefühle
Kinder und Jugendliche mit Hochbegabung lernen in altersähnlichen Gruppen häufig früh:
🛑 Die Erklärungen und Übungen benötige ich nicht, um zum Ziel zu kommen.
🛑 „Ich bin anders als die anderen.“ Daraus wird leider allzu häufig: „Ich bin falsch.“
Daraus entwickelt sich teilweise Rückzug oder oppositionelles Verhalten. Frei nach dem Motto: Ich passe ohnehin nirgends rein.
Sie koppeln sich von anderen emotional ab, um permanente Ablehnung und Ausgrenzung nicht wiederholt als Schmerz aushalten zu müssen. Es muss dabei gar nicht so sein, dass die anderen böse Mobber sind. Sie interessieren sich jedoch für andere Themen, haben einen kleineren Wortschatz. Wird das nicht aufgefangen, kommt es manchmal zur Verleugnung der eigenen Gefühle. Das Selbstbewusstsein sinkt. Holen wir es wieder ans Licht.
Gemeinsam normal gestalten
💚 Persönliches Frühwarnsystem: Das Wahrnehmen und Aufspüren der eigenen Gefühle dient als wichtiges Frühwarnsystem, um unangenehme Situationen und Überforderung rechtzeitig zu erkennen.
💚 Gemeinsamkeit statt Fehlersuche: Wenn Selbstwahrnehmung für alle Familienmitglieder trainiert wird, entfällt die Fehlersuche bei einer einzelnen Person.
💚 Triggerpunkte entmachten: Das bewusste Erkennen der eigenen Gefühlswelt hilft dabei, festgefahrene Triggerpunkte aufzudecken, abzubauen und die familiäre Abwärtsspirale zu stoppen.
💚 Das Unbewusste als Verbündeten nutzen: Da das Unterbewusste (unsere Gefühle) mächtiger ist als unser Kopf, bildet die Selbstwahrnehmung das Fundament, um vor der großen Wut handlungsfähig und gelassen zu bleiben.
💚 Neues Verständnis & Austausch: Die eigene Wahrnehmung zu schulen, sorgt dafür, dass Bewertungen reduziert werden, echtes Verständnis füreinander entsteht und Familien wieder ohne Leistungsdruck miteinander ins Gespräch kommen.
Hast du eine Frage?
Melde dich gerne bei uns. Dienstag ist immer Sprechstunde. Gerne kannst du deine Erfahrung teilen.
Oder melde deine Familie direkt an: https://begabungsblick.de/kurse/gkt-gefuehlskompetenz-training/

