Aspekte der Hochbegabung

Bevor wir nachfolgend einige Punkte zur Hochbegabung erläutern, seien zwei Aspekte vorangestellt. Es gibt nicht DEN oder DIE Hochbegabte(n). Studien haben festgestellt, dass sich die Menschen in der Gruppe der Hochbegabten (2%) stärker voneinander unterscheiden als in der Gruppe der häufigsten IQ’s (65%). Hochbegabung ist auch keine Frage der sozialen Herkunft. Es gibt hochbegabte Professorinnen, Stahlarbeiter, Manager, genauso wie solche Hochbegabte ohne jeglichen Schul- oder Berufsabschluss.

Begabung wird allgemein als Potential zur Erbringung von Leistung betrachtet. Demzufolge ist eine intellektuelle Hochbegabung eine sehr seltene Anlage mögliche Hochleistungen zu erbringen. Wichtig ist, dass die Anlage zur Erbringung dieser sehr hohen Leistungen nicht aussagt, dass diese Leistung sich auch automatisch einstellt.

In der öffentlichen Wahrnehmung sind es allerdings häufig außerordentliche Leistungen, die mit einer hohen Begabung gleichgesetzt werden. Im Fernsehen sehen wir dann den sechsjährigen, der Stücke von Bach spielt, die 12 jährige, die durch ihr unglaubliches Merkvermögen glänzt oder den reiferen Herren, der alle Fragen im Quiz lächelnd und souverän beantwortet.

Diese häufig durch Stereotypen, Halbwissen und subjektive Beobachtungen gebildete Definition macht den hochbegabten Kindern und ihren Eltern das Leben schwer. Denn, wenn diese Einteilung "Begabung = Leistung" richtig wäre, dann kann ein Mensch, der diese Leistungen nicht zeigt, auch nicht hochbegabt sein. Die Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben, spüren leider Kinder und Eltern regelmäßig, wenn ein hochbegabtes Kind sein Potenzial nicht abrufen will oder kann und die Umwelt daraus schließt, dass dann auch keine Hochbegabung vorliegen kann.

Mythen über Hochbegabte

Leider existieren sehr viele Mythen und Vorurteile über hochbegabte Kinder.

Merkmale hochbegabter Kinder

In Ratgebern finden sich häufig „Checklisten“, wir erläutern diese

Der Intelligenzquotient

Der Intelligenzquotient (IQ) was bedeutet er und wie ist er zu verstehen